Samstag, 21. Januar 2017

Hustensaft aus schwarzem Rettich


Leider leider ist es hier schon wieder viel zu ruhig. Aber mich zwingt die dritte Bronchitis diesen Winter zur Pause und Ruhe. Denn unser kleiner Kitagänger schleppt jede Erkältung nach Hause und versorgt uns großzügig mit seinen Krankheiten.

Und so wechseln mein Mann und ich uns ab oder sind gleich beide krank. Jammern hilft nix, aber man entwickelt Geheimwaffen. Und eine dieser Geheimwaffen gegen Husten ist der selbstgemachte Hustensaft aus schwarzem Rettich.


Das ist schnell angesetzt, läuft über Nacht und man hat einen starken Saft ohne Chemie, der zumindest bei uns super schleimlösend wirkt.

Man kaufe einen möglichst großen schwarzen Rettich. Gerne Bioqualität und schön fest soll er sein.

Davon schneidet man den Kopf mit dem Grün ab und höhlt den Körper etwas aus. Das geht mit einem Löffel oder einem Eisportionierer recht gut. Dann ein Loch nach unten durchstechen. Sehr gut geht das mit Schaschlikspießen aus Metall.


Das Rettichfleisch, das man herausgekratzt hat, nun klein schneiden und mit Kandis oder Rohrohrzucker vermengen und wieder in den Rettich füllen. Es passt natürlich nicht alles hinein. Den Rest kann man für einen zweiten Durchgang in einer geschlossenen Dose aufbewahren. Beim zweiten Durchgang einfach noch etwas mehr vom Rettich herauskratzen und den Rest einfüllen.

In den Rettich habe ich nun auch noch einen Esslöffel Honig gegeben, der ja auch viele heilenden Kräfte hat. Diesen nur bei Kindern unter einem Jahr weglassen, da er Botulismus verursachen kann. Auch Zwiebelstückchen können mit dazugegeben werden, weil auch diese schleimlösend sind.


Dann den Deckel wieder auf den Rettich legen und auf ein Glas setzen. Über Nacht stehen lassen, damit der gewonnene Hustensaft durch das Loch nach unten ins Glas läuft. Am nächsten Tag kann der Saft in eine Flasche umgefüllt werden. Im Kühlschrank ist der Saft ca. 1 Woche haltbar.

Erwachsene nehmen täglich 3 Esslöffel zu sich, bei Kindern niedriger dosieren. Hier fand ich unterschiedliche Angaben im Netz und habe meinem 18 Monate altem Sohn 2 TL am Tag gegeben.


Wie gesagt wirkt der Hustensaft schleimlösend, daher sollte bei einer Bronchitits viel getrunken werden, damit der Schleim auch abtransportiert werden kann. Außerdem nicht anzuwenden bei trockenem Reizhusten. Er schmeckt auch nicht scharf sondern etwas nach dem Rettich aber hauptsächlich süß.

Falls es euch auch erwischt hat: Gute Besserung! Es schniefen ja gerade fast alle...

Kommentare :

  1. Das ist ja interessant. Hustensaft selber zu machen, ist ja eine prima Idee! :) Mein Hustentier hier hat es allerdings gerade hinter sich, aber beim nächsten Mal denke ich dran.
    :)
    LG Piri

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  2. Ich hab den Tipp bekommen:
    Eine Zwiebel hacken, mit gutem Honig in ein Weckglas schichten,ab und an schütteln und dann ein TL 3x pro Tag. Riecht wäh, schmeckt aber gut. LG jessi

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